Die spinn bei Philips…

Heute mal etwas technischer und fern von .NET. Ich habe mir vor ca. einem Jahr kabellose Kopfhörer von Philips gekauft. In den Kopfhörern selbst sind Philips-Akkus, und wenn man die Kopfhörer in so eine Ladestation stellt, dann laden sie sich wieder auf. Ok, soviel zur Vorgeschichte.

Vor einer Woche stellte ich fest, dass die Kopfhörer außerhalb der Ladestation nur noch ca. 10 Minuten funktionierten. Die Akkus sind also im Eimer. Nun gut. Nach einem Jahr nich so doll, aber meinetwegen.

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So sehen die Originalen Akkus aus. In bzw. auf dem Gerät steht, man soll natürlich nur Philips-Akkus kaufen.Ich bin losgerannt zum nächsten Rewe und habe mir irgendwelche NoName-Akkus gekauft.  Hab sie eingesteckt und dann ging der Kopfhörer zwar kurzzeitig an, aber die Statuslampe blinkte und der Kopfhörer war nach ca. 5 Sekunden wieder aus. Ok, ich hab die Daten der Akkus verglichen und gemerkt, dass die Akkus von Rewe 100 mA/h weniger haben. Ja, also eigentlich ist das ja kein Problem, aber nun gut dachte ich, wer weiss was die da wieder verbaut haben in China und habe also nun Originale Akkus bestellt bei Amazon.

So sehen dann die neuen Akkus aus:

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So, nun dachte ich, ich kann endlich mal wieder loslegen und Musik hören. Aber nein. Auch mit diesen Akkus blinkte die Statuslampe kurz und nach 5 Sekunden waren die Kopfhörer wieder aus. So, spätestens jetzt hatte ich die … voll und wollte der Sache auf den Grund gehen. Ich wurde auch sehr schnell fündig. Wenn man sich oben nochmal die originalen Akkus ansieht, so sieht man am Minus-Pol, dass die Folie, die normaler Weise den gesamten Batteriekörper überzieht, relativ weit oben aufhört und der untere Teil also die blanke metallische Aussenhülle des Akkus ist. Nun werfen wir mal kurz einen Blick in die Kopfhörer selbst.

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Man sieht an den Einsteckbuchsen für die Akkus, dass nicht nur ein Kontakt für den Minuspol vorhanden ist, wie man es kennt, sondern gleich zwei (siehe rote Ellipsen). Diese Affen von Philips haben also mit Absicht diesen Quatsch da eingebaut, damit man immer nur ihre dummen Akkus nimmt, die natürlich nach spätestens einem Jahr im Eimer sind. Und selbst, nachdem ich laut Bezeichnung die originalen Akkus bestellt habe, funktioniert es nicht, weil diese Deppen bei Philips wohl ihre Super-Kontakte da vergessen haben und dass normale Akkus nicht gehen. Man bedenke, seit dem Tag wo ich keine Musik mehr länger als ne viertel Stunde hören konnte bis jetzt sind schon fast eine ganze Woche vergangen… Super.

So. Ich habe mir nun einen der Akkus genommen und einfach unten die Folie etwas abgepopelt. Generell besteht bei Batterien und Akkus die gesamte Außenseite aus dem Minus-Pol. Die Folie umhüllt den Metallkörper und kann relativ leicht abgezogen werden. Das sieht dann so aus:

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Wenn man dieses Akku nun wieder einsteckt, mit der freigelegten metallischen Seite, so dass die beiden Kontakte das Metall berühren, oh wunder, geht es wieder. Diese Aktion kostete mich einmal umsonst dumme Akkus von Philips und n Haufen Wartezeit. Es hätte alles soo einfach sein können, aber nein.. Warum auch?

Solltet ihr auch zufällig diese Kopfhörer Philips SHD9100 gekauft haben, dann kauft keine Akkus von Philips. Das nützt eh nichts. Popelt schnell das bisschen Folie ab von irgendwelchen anderen Akkus und schon hat Philips kein Geld mit den Akkus verdient… Jeah!

Man kann hier sicherlich auch irgendwas mit .NET machen, aber ich wollte einfach nur Musik hören…

Nochmal ein Bild aller Komponenten als Zusammenfassung

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Published 28 Juni 2010 08:27 von Dosihris

Kommentare

# Armin said on 28 Juni, 2010 09:19

Aus diesem und ähnlichen Gründen kaufe ich schon seit langem keine Produkte der Firmen Sony und Philips mehr.

# Jürgen Gutsch said on 28 Juni, 2010 10:21

Hallo,

danke für den Hinweis. Von Sony kenne ich das in anderen Bereichen...

Beim Lesen kam mir aber die Idee, das man doch einfacher die beiden Kontakte zusammenlegen könnte, dann spart man sich das gepopel. Klar man muss dafür das Gerät manipulieren, Garantie verfällt und so weiter...

Viele Grüße

Jürgen

# Dosihris said on 28 Juni, 2010 10:58

Hi Jürgen,

ja, diese Idee hatte ich anfänglich auch, aber die Kontakte sind relativ klein und der zweite Kontakt ragt nicht sehr weit heraus. Ich habe an zusammenlöten gedacht oder mit nem kleinen Draht verbinden. Aber der Draht müsste auch elastisch sein, weil sich die Feder ja zusammendrückt. weiterhin passt dann der Akku vllt. nicht mehr hinein. Oder in nem blöden Fall fällt das Stückchen draht da rein und dann entsteht irgendwo ein Kurzschluss oder so.. Da finde ich das abpopeln günstiger.. hehe

# Philzer said on 16 Oktober, 2010 05:49

Hallo Nico!

Vielen Dank für Deine Hilfe.

Das die Hersteller immer neue Perversitäten kreieren, damit müssen wir leben, ein starkes Internet kann einiges davon reparieren.

In diesem Sinne, Viele Grüsse

# Philzer said on 16 Oktober, 2010 08:36

Nach der anfänglichen Wut kam dann doch noch das Gehirn zum Zug:

Ich habe zwischen beiden Massekontakten (Feder und Minikontakt) gemessen. Ergebnis: dazwischen liegt eine Diode. Hypothese: Der "Doppelkontakt" erlaubt das Betreiben von Akkus (1,2,V) und Batterien (1,5V) indem bei Batteriebetrieb zusätzlich die Diode wirksam wird. Diese reduziert 1. im Arbeitsfall die Nennspannung, beispielsweise im Falle einer Schottkydiode von 1,5 auf 1,3 Volt ( der Nicht-Norm-Gerechte-Akku wird dann von 1,2 auf 1,0 V reduziert, was die automatische Abschaltung erklärt), und 2. verhindert die Diode gleichzeitig dass die Batterie aufgeladen wird und im Gerät explodiert.

Dumm waren also nicht die Entwickler, lediglich der allgemeine Sparwahn im Management des Konzerns macht die fehlende exakte technische Dokumentation erklärlich...

Trotzdem nochmal vielen Dank an Nico, sonst würde der Kopfhörer jetzt schon in die ewigen Jagdgründe gefahren sein!   :-)

Viele Grüsse Philzer

# Dosihris said on 17 Oktober, 2010 08:45

Hey Philzer,

cool. Das ist ja geil. Soweit habe ich gar nicht gedacht, dass die da wirklich irgendwas sinnvolles gebaut haben... ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, da die Spannung zu messen. Cool. Danke, dass du das gemacht hast und hier deine Ergebnisse erläuterst... Nicht schlecht. Bevor ich also das nächste mal erstmal wieder die Typen auf der Herstellerseite als Idioten hinstelle, werde ich mir mehrmals überlegen, ob die sich nich doch ein wenig was bei gedacht haben.. Aber als ich diesen Blogeintrag geschrieben habe, war ich einfach nur sauer, weil ich einfach nur Musik hören wollte... :-) Da war wohl nich viel mit Gehirn anmachen. hehe...

Danke nochmal...

Nico

# MOMO said on 09 Dezember, 2010 08:11

Cool danke für den Tip !!!!

# rainer said on 06 Februar, 2011 08:46

super funzt Danke

# Tim said on 07 Juni, 2011 09:04

Du hast dich doch zu Recht empört, Dosihris.

Danke für deine ausführliche Anleitung.

# Sale007 said on 05 Dezember, 2011 11:41

Also echt ich ärgere mich voll dass ich nicht selber draufgekommen bin, bin ja sonst nicht so blöd. Aber wer denkt schon an so einfache Dinge. Ich hatte mir den Mechanismus viel komplizierter vorgestellt. Jedenfalls vielen Dank für den tollen Hinweis ich hab auch schon angefangen gehabt mit dem Gedanken zu spielen mir die blöden, sauteuren original Phillips Batterien zu bestellen. Jetzt sind 1100mAh No-Names drinnen und gut ist.

# Florian said on 07 Januar, 2012 09:59

Nachdem ich nun verzweifelt an meinem Philips SHD 9100 Funkkopfhörer das Basisgehäuse aufgeschraubt hatte, weil mit den neuen Akkus kein Lämpchen geleuchtet hat, bin ich zufällig auf den - leider einzigen - Artikel zu dem Gerät gestoßen, wo aber genau mein Problem beschrieben wurde. Ich wäre wohl niemals auf die Lösung gekommen und die alten Akkus waren schon komplett im Eimer. Daher wäre auch ein Vergleich damit nicht mehr möglich gewesen.

Danke für diesen Artikel und mit Hilfe von etwas Silberleitlack hab auch ich die neuen Akkus zum laufen gebracht.

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Nico Franze Herzlich Willkommen auf meinem Blog. Ich bin Nico, freier Softwareentwickler sowie Autor für Fachzeitschriften. Hab mit .NET Version 1.0 begonnen (damals noch VB.Net) und bin dann schlussendlich bei C# gelandet. Mehr Infos gibts unter www.nfranze.de


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