Eigentlich dachte ich ja, die bei Microsoft wären die Gurus was die sogenannte “User Experience” betrifft. Schließlich haben sie Design Guidelines herausgebracht, denen viele von uns Software-Entwicklern nacheifern.
Gerade habe ich eine interessante Beobachtung gemacht. Etwas das ich mir für die Zukunft merken muß, wenn ich selber mal wieder ein GUI stricke.
Ein User hat auf seinem Notebook Microsoft Security Essentials als Antivirenprogramm laufen. Eben kam eine Meldung daß es neue Definitions-Updates gibt. Der User klickt auf den großen “Aktualisieren”-Button. Das Update läuft und beendet sich erfolgreich. Plötzlich höre ich den User, wie er sich darüber beschwert daß er dauernd neue Aktualisierungen machen muß. Ich schaute ihm über die Schulter und mußte verzweifelt den Kopf schütteln. Was war passiert?
Nach dem Update erschien wieder das Update-Fenster mit dem großen “Aktualisieren”-Button. Er klickte wieder auf den Button, ein Update-Fortschrittsbalken erschien, und als er am Ende angekommen war, erschien wieder der “Aktualisieren”-Button. Damit ging das Spiel von vorne los! Wenn der User doch nur einmal die Meldung in der Kopfzeile gelesen hätte. Dort stand nämlich daß die Virendefinitionen auf dem aktuellen Stand sind!
Merke: Mache einen Button nur klickbar wenn es auch einen Sinn ergibt!
