Mai 2010 - Einträge

Common Tools: TreeSize Free
Mittwoch, 26. Mai 2010 12:17
Ein sehr nützliches Freeware Tool, um die Verzeichnisse herauszufinden die auf der Platte den meisten Platz verbrauchen. Ideal um mal auszukehren:



Zu finden unter JAM Software - Treesize Free. Die Private bzw. Professional Version bietet dann deutlich neuere Versionen mit noch mehr Features, die aber für den allgemeinen Hausgebrauch aber nicht notwendig sind.

Viel Spaß mit dem Tool
Von Thunderbird zurück zu Outlook
Dienstag, 25. Mai 2010 05:45
Einleitung:
Ich habe mich nach langer Nutzungsdauer dazu entschieden vom Mailclient Thunderbird zurück zu Outlook zu wechseln. Ich bin von Office2010 und dessen Outlook derart begeistert, dass ich diesen Schritt wagen wollte. Leider stellte sich heraus, dass das aber nicht so einfach war, denn so komfortabel Thunderbird auch ist, es gibt darin keine Export Funktion, und auch keine Möglichkeit, dass ein externes Programm bequem auf die E-Mails zugreifen kann.


Quelle: http://www.office2010-blog.de

Problembeschreibung:
Alle im Internet gefundenen Vorschläge waren sehr schwierig umzusetzen, oder bereits veraltet. So gibt es sehr viele Anleitungen, die besagen, dass Thunderbird E-Mails im Profilordner im MBox Format abspeichere und dass es Konvertierungsprogramme wie MBox2Eml möglich machen würden E-Mails zu konvertieren und sie für Outlook Express zugänglich zu machen. Also wäre hier der Weg MBox2Eml -> Outlook Express -> Outlook, aber...
Ja das war so, jedoch ab Version 3.x (oder schon früher) verwendet Thunderbird die Datenbank SQL Compact. Das macht das Konzept schon wieder hinfällig. Eine kurze Verwendung des SQLCE Viewer brachte zwar Einblicke in die Datenbankstruktur, und auch E-Mails habe ich gefunden, jedoch ist das deutlich zu unkomfortabel und auch zu unsicher daraus manuell Daten zu extrahieren.

Lösungsfindung:
Es gibt auch im Internet die zahlreichen Hinweise, dass man den Umweg über IMAP gehen kann. Dieser Weg habe ich zunächst verfolgt und als Lösungsweg erachtet. Aber auch hier gibt es genügend Probleme, um damit einen ganzen Tag zu verbringen. Ich wollte nicht den Umweg über meinen Mail-Provider (Freenet oder T-Online) zu gehen, um alle Mails erst Online zu bringen, weil ich doch eine recht beschränkte DSL Leitung habe, und weil meine Online Postfachgröße auch nur beschränkt ist. Also wollte ich einen Mailserver lokal aufsetzen...

Unter der englischen Wikipadia Seite Comparison of mail servers findet sich schnell ein Überblick über alle gängigen Mail Server, vor allem auch welche, die kostenfrei einsetzbar sind. Ich möchte es kurz machen: kein E-Mail Server, der kostenlos ist, und sich unter Windows installieren lässt war dazu geeignet, einmal schnell einen lokalen Mailserver aufzusetzen. Ausprobiert habe ich folgende Server mit folgendem Ergebnis:
- Apache James -> gescheitert aufgrund der fehlenden Java-Umgebung
- hMailServer -> dieser kann leider nur SMTP Forwarding, weshalb ich nicht wusste, was bei IMAP Zugriff und Mailupload letztendlich passiert
- UW Imap -> Die Webseite ist sehr undurchschaubar, und es gibt dort nur die Möglichkeit zig Dateien per FTP herunterzuladen, aber keine anständige Anleitung was und wie ich da vorgehen sollte, also habe ich es erst gar nicht probiert
- Meldware Mail Server (Pegasusmail aka pMail) -> sehr komplexe Bedienung, und irgendwie habe ich es nicht geschafft, das Ding nur unter lokalem Netzwerk zum Fliegen zu bringen (macht dem Namen nicht die Ehre ;-)

Lösung:
Ich erinnerte mich, dass ich vor nicht allzu langer Zeit einen SME Server bei mir laufen hatte. Das ist ein File/Mail/Internet Server, dessen Fokus auf die Bedienbarkeit und Installationsleichtigkeit gelegt wurde.


Quelle: http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/10/014-sme-server/index.html

Also nur kurz über VMWare eine neue VM aufgesetzt, diesen SME Server installiert, so konfiguriert, dass er als "nur Server" betrieben wird, und dass die VM netzwerktechnisch so eingebunden ist, dass die VM wie ein Rechner im lokalen Netzwerk sich verhält (bridged). Dem SME Server noch eine IP Adresse aus dem lokalen Bereich angegeben, und dann über den Host via Web-Admin Schnittstelle auf die Serverkonfiguration zugegriffen (Bild oben). Als letztes ToDo ist noch ein neuer Benutzer anzulegen, und ein neues Passwort ihm zu verpassen. Ansonsten ist nichts zu konfigurieren, alles andere macht standardmäßig SME Server für einen!

Nun kann man im Thunderbird ein neues Konto anlegen, und auf den SME Server verweisen lassen (ich hab das z.B. so realisiert, dass die Mailadresse dann timo@192.168.0.123 hieß). Thunderbird erkennt automatisch den möglichen IMAP Zugriff, bringt dann aber eine Warnung, dass das SMTP Zertifikat nicht vertrauenswürdig sei. Klar, es ist ein von SME Server erstelltes Zertifikat, das in keiner Zertifizierungsstelle bekannt ist; diese Meldung kann man aber getrost ignorieren. Als letztes Feintuning habe ich in den Konteneinstellungen noch das Häkchen gelöscht, das bewirkt eine lokale Kopie vorzuhalten und dass E-Mails größer als 1 KB nicht heruntergeladen werden. Sorry, ich habe bereits Thunderbird deinstalliert, ich hätte gleich dran denken sollen Screenshotbilder zu machen, nun habe ich keine.

Ist das neue Konto eingerichtet, dann kann man alle Ordner per Drag & Drop in das neue IMAP Konto ziehen. Dabei werden alle darin enthaltenen Mails auf den SME Server transferiert, die Ordner werden automatisch mit angelegt. Abschließend zu diesem Vorgang darf man die E-Mails in den Standardordnern "Posteingang", "Gesendete Mails" etc. nicht vergessen, dort muss man alle Mails durch "Alle markieren" in entsprechende IMAP Ordner (gegebenenfalls neue anlegen) schieben. Dann Thunderbird schließen.

Zum Schluss Outlook2010 starten, das gleiche IMAP Konto anlegen, und kurz warten, bis Outlook alle Mails heruntergeladen hat (standardmäßig macht Outlook eine lokale Kopie). Sobald Outlook fertig ist, alle Ordner wieder per Drag & Drop in die lokale Datendatei ziehen und fertig.

Zum Aufräumen empfiehlt es sich dann Thunderbird zu deinstallieren, das lokale Profilverzeichnis manuell zu löschen (bei mir waren dort noch Reste zu finden), in Outlook das lokale IMAP Konto wieder entfernen, dann die Virtuelle Maschine wieder entfernen. Ich würde schätzen, dass je nach Menge von Mails, das Ganze zwischen einer halben Stunde und 1 Stunde erledigt sein sollte (inkl. Installation SME Server, aber ohne Download).

Ich hoffe, es war nützlich, über Kommentare würde ich mich freuen.
PowerShell Provider für BizTalk
Donnerstag, 6. Mai 2010 11:28
Heute wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es auf Codeplex einen Powershell Provider für MS BizTalk 2006 R2 / 2009 gibt.

Das ist durchaus eine sinnvolle Erweiterung zur BizTalk Administration Console, vor allem wenn man mal schnell eine manuelle Tätigkeit (z.B. Analyse vom MessageFlow) durchführen möchte.

Alles weitere kann man auf der Codeplex Seite nachlesen.
von Timo Rehl | 1 comment(s)
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